Sonderkennzeichen

Diplomatenkennzeichen

Letzte Änderung: 13.06.2009 17:53

  

Verschiedene Staffelungen der Kennzeichen


Zum Ersten die offiziellen Kennzeichen der Landesvertretungen, mit einer Null beginnend.

Diplomatenkennzeichen. (hier noch in DIN-Version)
Mit einer "0" beginnen die Kfz-Kennzeichen der Dienst- und Privatfahrzeuge von Personen mit rotem Diplomatenausweis.
Die "48" bezeichnet des Land des diplomatischen Vertreters (hier: Griechenland), die folgende bis zu dreistellige Nummer ist fortlaufend. Meist jedoch hat der Botschafter die 1, sein Stellvertreter die 2 u.s.w. Man kann also davon ausgehen: je kleiner die Nummer, desto höher der Rang der Person.
Kennzeichen-Verlust.
Wird ein Diplomatenkennzeichen gestohlen oder ist aus anderen Gründen verlustig, bekommt das Fahrzeug eine "Alias-Nummer", das heißt:
Das bisherige Kennzeichen wird einfach durch den Buchstaben "A" ergänzt, bis die Sperrfrist von einem Jahr abgelaufen ist. Wird auch die Alias-Nummer vermisst, kommt Zusatzbuchstabe "B" zum Einsatz usw.
Ein schönes Foto eines Euro-Kennzeichens der schwedischen Vertretung.

Zum Zweiten, Kennzeichen deren Unterschied zur ersten Variante darin besteht, dass anstelle der "0" das Unterscheidungszeichen der Stadt aufgeprägt ist. Diese Variante wird bei Fahrzeugen verwendet, die nicht den vollen Diplomatenstatus erfüllen, jedoch für eine Botschaft, Konsulat oder eine Internationale Organisation fahren.

 

Beispiel: Kennzeichen eines Angehörigen einer Berliner Botschaft.
Solche Kennzeichen finden sich an Privatfahrzeugen von bevorrechtigten Personen, die einen "blauen Sonderausweis" besitzen. Die "52" bezeichnet des Land des diplomatischen Vertreters (hier: Lettland), die folgende bis zu 3stellige Nummer ist meist ähnlich gegliedert wie im ersten Beispiel. Je kleiner die Nummer, desto höher der Rang.
Für Botschaften, die sich noch in Bonn befinden, wird statt des "B" das "BN" für Bonn vergeben.
Anmerkung: In Berlin werden nur die Nummernreihe jeweils von 300 bis 999 vergeben. Grund dafür ist, dass so Überschneidungen mit den Sonderkennzeichen des Landes Berlin vermieden werden. Diese werden bei der Zahl ganz rechts nur bis max. 299 durchgehend nummeriert.

 

Zum Dritten, Kennzeichen eines konsularischen Vertreters in einer deutschen Stadt

 

Kennzeichen eines konsularischen Vertreters in einer deutschen Stadt.
Diese Schilder beginnen aber stets mit einer "9". Warum sie in dieser Form nicht in der Hauptstadt Berlin bzw. in der ehemaligen Hauptstadt Bonn existierten, sondern soeben genanntes Muster hatten, entzieht sich meiner Kenntnis.

Einige Fotos von Diplomatischen Fahrzeugen:


Ein Alias-Kennzeichen des albanischen Botschafters. Das Original ging verloren.

Der kanadische Botschafter.
Da staunen selbst Sammler:
Ein verkleinertes zweizeiliges Kennzeichen des kambodschanischen Botschafters. Das Auto war eine gewöhnliche schwarze Mercedes R-Klasse.

Es gäbe also keinen Grund für dieses Sonderformat.

  

Die aktuelle Staatenliste nach Zifferncodes

Anmerkung: Anfangs wurden die Staaten alphabetisch den Ziffergruppen zugeordnet. Die Geschichte brachte es aber mit sich, dass sich einige Staaten umbenannten (z.B. Burma in Myanmar); einige neu entstanden (z.B. Slowakei) oder auch von der Landkarte verschwanden (z.B. DDR). Demzufolge weist die folgende Listung durchaus Lücken auf.
Die Sortierung beginnt bei Ziffer 10, da die Ziffern 0 - 9 der deutschen Regierung vorbehalten sind.

Des weiteren existieren Zifferncodes von internationalen Organisationen. Sie belegen Rang 170 bis 199 (Tabelle hier), sowie nicht registrierte Staaten ohne Zifferncodes. Gelistet sind hier Staaten ohne ständige Vertretung in Deutschland bzw. sie wurden noch nicht zugeordnet (Tabelle)

Ziffern Staat Ziffern Staat
10 Vatikanstadt 91 Mexiko
11 Ägypten 92 Malta
12 Angola 93 Monaco
13 Albanien 94 Nepal
14 Äthiopien 95 Neuseeland
15 Afghanistan 96 Nikaragua
16 Algerien 97 Niederlande
17 USA 98 Niger
18 Argentinien 99 Nigeria
19 Australien 100 Norwegen
20 Bangladesh 101 Mongolei
21 Belgien 102 Mosambik
22 Brunei 103 Oman
23 Bulgarien 104 Burkina Faso
24 Myanmar 105 Österreich
25 Bolivien 106 Pakistan
26 Brasilien 107 Panama
27 Burundi 108 Paraguay
28 Chile 109 Peru
29 China 110 Philippinen
30 Costa Rica 111 Polen
31 Weißrussland 112 Portugal
32 Bosnien und Herzegowina 113 Papua-Neuguinea
33 Äquatorialguinea 114 Namibia
34 Dänemark 115 Ruanda
35 Benin 116 Rumänien
36 Dominikanische Republik 117 Sambia
37 Ecuador 118 Saudi-Arabien
38 Elfenbeinküste 119 Schweden
39 El Salvador 120 Schweiz
40 Kosovo 121 Senegal
41 Estland 122 Sierra Leone
42 Liechtenstein 123 Singapur
43 Montenegro 124 Simbabwe
44 Finnland 125  
45 Frankreich 126 Spanien
46 Gabun 127 Sri Lanka
47 Ghana 128 Sudan
48 Griechenland 129 Südafrika
49 Großbritannien und Nordirland 130 Syrien
50 Guatemala 131 Tansania
51 Guinea 132 Thailand
52 Lettland 133 Togo
53 Litauen 134 Tonga
54 Haiti 135 Tschechien
55 Honduras 136 Tschad
56 Indien 137 Türkei
57 Indonesien 138 Tunesien
58 Irak 139 Uganda
59 Iran 140 Russland
60 Irland 141 Uruguay
61 Island 142 Ungarn
62 Laos 143 Ukraine
63 Kap Verde 144    
64 Israel 145    
65 Italien 146 Venezuela
66 Jamaika 147 Vietnam
67 Japan 148 Vereinigte Arabische Emirate
68 Jemen 149    
69 Jordanien 150    
70 Serbien 151 Demokratische Republik Kongo
71 Kuwait 152 Zentralafrikanische Republik
72 Kuba 153 Zypern
73 Katar 154 Kroatien
74 Kamerun 155 Slowenien
75 Kanada 156 Aserbaidschan
76 Kenia 157 Slowakei
77 Kolumbien 158 Kasachstan
78 Republik Kongo 159 Mazedonien
79 Süd-Korea 160 Usbekistan
80 Libanon 161 Eritrea
81 Liberia 162 Georgien
82 Libyen 163 Tadschikistan
83 Lesotho 164 Bahrein
84 Luxemburg 165 Kambodscha
85 Madagaskar 166 Armenien
86 Malawi 167 Kirgisien
87 Malaysia 168 Moldawien
88 Mali 169 Turkmenistan
89 Marokko 200 Mauritius
90 Mauretanien 201 Nordkorea

  

Die Zifferncodes der internationalen Organisationen

Ziffern Organisation
170 Internationale Arbeitsorganisation (ILO), Bonn
171 Europäische Zentralbank (EZB), Frankfurt a. M.
173 Vereinte Nationen, Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), Berlin
175 Verbindungsstelle der International Organisation for Migration (IOM)
176 Schiedsgerichtshof und Gemischte Kommission, Koblenz
177 Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW) Generalsekretariat Bad Honnef
178 Europäisches Operations-Zentrum für Weltraumforschung (ESOC), Darmstadt
179 NATO EF 2000 and Tornado Development Production and Logistic´s Mangement Agency (NETMA)
180 Europäische Südsternwarte (ESO), Garching bei München
181 Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg
182 Europäische Kommission - Vertretung in Deutschland (Foto, siehe unten)
183 Europäisches Patentamt (EPA), München
184 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Zentrum Bonn
185 Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen
186 Europäische Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten (EUMETSAT), Darmstadt
187 Europäisches Astronautenzentrum (EAC), Köln
188 UNESCO-Institut für Pädagogik, Hamburg
189 Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW), Potsdam
190 Weltbank (IFC), Frankfurt
192 United Nations Environment Programme, Sekretariat zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (GMS), Bonn
193 Sekretariat der Klimarahmen-Konvention (UNFCCC), Bonn
194 Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV), Bonn
195 Internationaler Seegerichtshof (ISGH), Hamburg
196 Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNIC), Bonn
197 UN-Sekretariat der Wüstenkonvention (UNCCD), Bonn
198 Internationales Zentrum für Berufsbildung (UNESCO - Centre Bonn)
199 Universität der Vereinten Nationen, Forschungsinstitut für Katastrophenmanagement
300 Plattform der Vereinten Nationen für raumfahrtgestützte Informationen für Katastropenmanagement und Notfallmaßnahmen
301 Sekretariat für die Studie "Die Ökonomie der Ökosysteme und der biologischen Vielfalt
 

Foto: Der Kommissar der EU in Deutschland - Dienstwagen 2006.

  

Nicht registrierte Staaten

Andorra Marshall-Inseln
Antigua und Barbuda Nauru
Äquatorialguinea Niue
Bahamas Osttimor
Barbados Palau
Belize Taiwan (Republik China)
Butan Sahara
Botswana Salomonen
Cook-Inseln Samoa
Dominica San Marino
Dschibuti São Tomé und Príncipe
Fidschi Seychellen
Mikronesien St. Kitts and Nevis
Gambia St. Lucia
Grenada St. Vincent und die Grenadinen
Guinea-Bissau Suriname
Guyana Swasiland
Kiribati Trinidad und Tobago
Komoren Nordzypern (Türkische Republik)
Malediven Tuvalu
Malteserorden Vanuatu