Europäische Kennzeichen-Systeme

Die Geschichte der dänischen Kennzeichen

 

  

Diplomaten- und Exportkennzeichen

Mit freundlicher Unterstützung von Carsten Schou Jørgensen
Fotos & Texte: Carsten Schou Jørgensen


EXPORTKENNZEICHEN:

Ursprünglich waren die Exportkennzeichen aus Emaille, schwarz mit einem Unterscheidungsbuchstaben (rot mit ganz schmalem weißen Rand) und weißen Zahlen. Die Exportkennzeichen wurden normalerweise nur in Kopenhagen zugelassen und hatten deshalb den Unterscheidungsbuchstabe K und die Zahlenreihen: 39.600 - 39.999, 110.000 - 110.999 und 143.000 - 148.999. In Ausnahmefällen konnte man aber Exportkennzeichen auch in anderen Zulassungsstellen zulassen, z. B. an der Grenze oder in Fährenhäfen. Diese Ein-Buchstaben-Exportkennzeichen wurden auch nach 1958, bis etwa 1963 angewendet.
Etwa 1963 setzte man neue Exportkennzeichen in Betrieb. Ständig aus Emaille und schwarz mit weißen 4-stelligen Ziffern. Vor und nach die Zahlen waren rote Felder: auf dem ersten die Buchstaben DK, auf dem letzten die zwei letzte Stellen im Ablaufsjahr. Beide Felder sind mit dem Text um 90 Grad gedreht. Autos hatten die Zahlenreihen 0001-5899, 6000-7899 und 8000-8999, Motorräder hatten die Zahlenreihen 5900-5999 und 7900-7999.
Von 1976 an verwendet man nun Exportkennzeichen im neuen Design: weiß mit schwarzen Zahlen und rotem Rand. Seit etwa 1984/85 verwendet man eine 5-stellige Zahl statt einer vierstelligen. Und im Anschluss an die 5 Stellen stehen sowohl DK als auch das Ablaufsjahr in dem selben roten Feld vor die Zahlen und mit dem Text ausgerichtet.
Exportkennzeichen für Autos sind immer einzeilig, für Motorräder immer zweizeilig.

Seit 1956 hatte man außer den gewöhnlichen Exportkennzeichen die sogenannten Nordische Exportkennzeichen, die nur gültig in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland sind. Sie sind weiß mit roter Schrift, sowohl das alte Design in Emaille, als auch das neue Design seit 1976. Bis 1958 vergab man den Unterscheidungsbuchstaben, eine Zahl und die Buchstaben DK. Im Lokalen Zwei-Buchstaben-System seit 01.04.1958 verwendete man die zwei Unterscheidungsbuchstaben, ein bis zwei Stellen (1-40 = Autos, 41-49 = Motorräder) und die Buchstaben DK. Seit Ende der 1960'er Jahren verwendete man die Nummer der Zulassungsstelle, zwei Stellen (01-40 = Autos, 41-49 = Motorräder) und die Buchstaben DK. Dieser Typ nordische Exportkennzeichen ist äußerst selten, es können Jahren vergehen, bevor man diesen Typ im Verkehr sieht.

 


Ein-Buchstaben-Exportkennzeichen

bis etwa 1963 verwendet


Exportkennzeichen vom Zeitraum etwa 1963 bis 1976,
dieses spezielle mit Ablauf 1972

Exportkennzeichen vom Zeitraum 1976 bis Mitte der 1980'er Jahren, dieses spezielle mit Ablauf 1979

Exportkennzeichen von Mitte der 1980'er Jahren,
dieses mit Ablauf 2006
Exportkennzeichen für ein Motorrad von Mitte der 1980'er Jahren,
dieses mit Ablauf 1993



DIPLOMATENKENNZEICHEN:

Diplomatenfahrzeuge hatten ursprünglich ganz gewöhnliche Kennzeichen in denselben Farben und Designs wie Privatautos. Im Anschluss an die Kopenhagener "K"-Reihe  hatten sie die Zahlenreihe 23.000-23.699. Mit zwei Buchstaben hatten Diplomaten von 01.04.1958 bis Herbst 1968 an Nummer in denselben Zahlenreihen wie Privatautos.
Aber im Herbst 1968 setzte man eine besondere Zahlenreihe für Diplomatenautos in Betrieb. Man nahm die letzten 2000 Nummern von der Reihe für Autos mit zweizeilige Kennzeichen hinten (76.000-77.999). Diese Zahlenreihe für zweizeilige Kennzeichen wurde somit von 60.000-77.999 zu 60.000-75.999 gekürzt. Mit schwarzen Emaille-Kennzeichen hatten die Diplomatenautos somit die Zahlenreihen 76.000-77.699 (einzeilig, im Anschluss an die Buchstaben AD und AE) sowie 77.700-77.999 (zweizeilig hinten, nur im Anschluss an AD).

Seit 1976, im Anschluss an das neuen Design, verwendet man blaue Diplomatenkennzeichen mit weißer Schrift. Nun unterscheidet man zwischen Autos der Diplomaten (76000-76999) und Autos der Internationale Organisationen (77000-77999). Beide Zahlenreihen im Anschluss an die Buchstaben ab AJ. Alle blaue Diplomatenkennzeichen sind einzeilig.


 

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letzte Änderung:
  03-MAI-06